Diagnostik via Xtreme-CT

Virtuelle Knochenbiopsie mit dem XtremeCT

Die Beurteilung der Knochengesundheit hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Die Knochendichte ist ein wichtiger Baustein der Osteoporosediagnostik. Für eine umfassende Beurteilung des individuellen Frakturrisikos reicht sie jedoch häufig nicht aus, da sie wesentliche Aspekte der Knochenqualität nicht erfasst.

Heute weiß man, dass die Knochenfestigkeit von vielen verschiedenen Faktoren beeinflusst wird. Hierzu zählen insbesondere die dreidimensionale Mikroarchitektur des Knochens, seine Geometrie, die Verteilung der Knochenmasse, die Mineralisierung sowie die Materialeigenschaften des Knochengewebes. Erst das Zusammenspiel dieser Faktoren bestimmt die Stabilität des Knochens und damit das individuelle Knochenbruchrisiko.

Die klassische Knochendichtemessung mittels DXA liefert einen wichtigen Messwert – die flächenbezogene Knochenmineraldichte. Sie kann jedoch die innere Knochenstruktur und viele entscheidende Eigenschaften der Knochenqualität nicht erfassen. Deshalb erlaubt sie nur eine eingeschränkte Beurteilung der tatsächlichen Knochenfestigkeit und des individuellen Frakturrisikos.

Aus diesem Grund setzt das Osteoporosezentrum München ergänzend auf die virtuelle Knochenbiopsie mit dem XtremeCT (HR-pQCT). Dieses hochauflösende 3D-Bildgebungsverfahren ermöglicht eine detaillierte Analyse der Knochenmikroarchitektur und liefert zusätzliche Informationen über die Knochenqualität, die mit der DXA-Messung nicht erfasst werden können.

Die Untersuchung erfolgt schmerzfrei, nicht-invasiv und mit einer sehr geringen Strahlenbelastung. Dadurch lässt sich die Knochenstruktur direkt am Patienten präzise beurteilen. Dies ermöglicht eine deutlich individuellere Einschätzung der Knochenfestigkeit und des persönlichen Frakturrisikos sowie eine differenzierte Beurteilung des Therapieerfolgs im Verlauf.

Bestandteile einer umfassenden Osteoporosediagnostik

Eine moderne Osteoporosediagnostik sollte mehrere Bausteine miteinander kombinieren:

  • Ausführliche Anamnese (Krankengeschichte, Beschwerden und Risikofaktoren)
  • Körperliche Untersuchung
  • Laboruntersuchungen (bei entsprechender Fragestellung)
  • Analyse der Knochenqualität mittels HR-pQCT (XtremeCT)
  • Beurteilung der Knochenstruktur und der individuellen Knochenfestigkeit

 

Erfahren Sie mehr über die virtuelle Knochenbiopsie https://online.fliphtml5.com/Osteoporosezentrum/sslf/