- 1 Osteoporose vorbeugen – starke Knochen erhalten und Frakturen vermeiden
- 2 Osteoporose in den Wechseljahren – Risiko erkennen, rechtzeitig handeln
- 3 Früherkennung & Knochendichtemessung
- 4 Wie kann ich Osteoporose vorbeugen?
- 5 Calcium und Vitamin D – Basis für gesunde Knochen
- 6 Weitere Nährstoffe für die Knochengesundheit
- 7 Osteoporose – der Grundstein wird oft schon in der Kindheit gelegt
- 8 Wir bieten Ihnen
- 9 Termin zur Osteoporose-Vorsorge
Vorbeugung gegen Osteoporose ist wichtig – (Foto: mit freundlicher Genehmigung MSD Sharp & Dohme GmbH)
Osteoporose vorbeugen – starke Knochen erhalten und Frakturen vermeiden
Osteoporose entsteht durch den Verlust von Knochendichte und kann die Lebensqualität deutlich einschränken. Eine gezielte Osteoporose-Vorsorge hilft, Knochenbrüche zu vermeiden und die Knochengesundheit langfristig zu erhalten.
Im Osteoporosezentrum unter der Leitung von Prof. Dr. med. Dr. h.c. Dietmar Daichendt unterstützen wir Sie mit moderner Diagnostik, individueller Beratung und wirksamen Präventionsmaßnahmen.
Osteoporose in den Wechseljahren – Risiko erkennen, rechtzeitig handeln
Frauen in den Wechseljahren sind besonders gefährdet – dennoch ist Osteoporose kein unvermeidliches Schicksal. Durch
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eine calcium- und vitamin-D-reiche Ernährung
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ausreichende Zufuhr wichtiger Nährstoffe
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sowie regelmäßige Bewegung
lässt sich das Risiko einer Osteoporose häufig deutlich reduzieren. Eine bestehende Osteoporose kann heute wirksam behandelt werden – auch wenn sie noch nicht vollständig heilbar ist. Daher gilt: Früherkennung ist der wichtigste Schritt der Osteoporose-Prävention.
Früherkennung & Knochendichtemessung
Spätestens mit Eintritt in die Menopause sollte jede Frau eine Knochendichtemessung (DXA-Messung) durchführen lassen – besonders bei vorhandenen Risikofaktoren.
Wird ein erhöhtes Osteoporose-Risiko festgestellt, sollte dieses weiter abgeklärt und frühzeitig behandelt werden. Auch Männer sind zunehmend betroffen – für sie gilt dieselbe Empfehlung.
Wie kann ich Osteoporose vorbeugen?
(Praktische Maßnahmen für gesunde Knochen)
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Gesunde Ernährung: calcium- und vitamin-D-reich (z. B. Milchprodukte, grünes Gemüse, Fisch, angereicherte Lebensmittel)
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Regelmäßige Bewegung & Krafttraining: stärkt Muskeln und Knochen.
Neben Hormonen, Calcium und Vitamin D ist vor allem regelmäßige körperliche Aktivität entscheidend für den Erhalt der Knochengesundheit. Ein echter Knochenaufbau entsteht in erster Linie durch mechanische Belastung des Knochens über die Muskulatur – ohne Muskelaktivität findet kein Aufbau statt.
Im Knochen eingebaute Osteozyten wirken dabei wie „Bewegungsmelder“: Sie registrieren die bei Bewegung entstehenden Reize und geben Signale weiter, die den Knochenstoffwechsel aktivieren und den Aufbau anregen.
Besonders wirksam für Stabilität und Knochenmasse sind dynamische, das Skelett belastende Aktivitäten wie zügiges Gehen, Laufen, Tanzen, Kraft- und Fitnesstraining oder Aerobic. Weniger knochenwirksam – aber dennoch sinnvoll für Herz und Kreislauf – sind Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren, da sie die Knochen mechanisch weniger stark belasten.
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Rauchen vermeiden & Alkoholkonsum reduzieren
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Risikofaktoren ärztlich abklären & Früherkennung nutzen
Schon kleine Veränderungen im Alltag tragen wesentlich zur Knochengesundheit bei.
Calcium und Vitamin D – Basis für gesunde Knochen
Calcium und Vitamin D spielen eine zentrale Rolle im Knochenstoffwechsel – sowohl beim Aufbau des Skeletts im Kindes- und Jugendalter als auch beim Erhalt der Knochenmasse im höheren Lebensalter. Während der Wachstumsphasen ist der Körper auf eine ausreichende Calciumzufuhr angewiesen, um eine möglichst hohe Gipfelknochenmasse zu erreichen. Calcium ist der wichtigste Baustoff des Knochens und das mengenmäßig bedeutendste Mineral im menschlichen Körper.
Damit Calcium im Darm überhaupt aufgenommen werden kann, benötigt der Körper Vitamin D. Ein Vitamin-D-Mangel kann – je nach Alter – schwerwiegende Folgen haben:
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im höheren Lebensalter fördert er über einen verstärkten Knochenabbau die Entstehung von Osteoporose,
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bei Kindern kann er aufgrund gestörter Knochenmineralisierung zu Rachitis führen.
Ein Mangel an Calcium und insbesondere an Vitamin D – mit der Folge eines sekundären Hyperparathyreoidismus – gilt als eine der Hauptursachen der sogenannten Altersosteoporose.
Vitamin D wird überwiegend in der Haut unter UV-B-Lichteinwirkung gebildet und ist daher streng genommen kein „klassisches“ Vitamin. Mit zunehmendem Alter nimmt diese Fähigkeit jedoch deutlich ab – rund 80 % der über 60-Jährigen weisen einen teils ausgeprägten Vitamin-D-Mangel (D-Hypovitaminose) auf. Die Folgen:
Im Darm wird weniger Calcium aufgenommen, der Calciumspiegel im Blut sinkt, und die Nebenschilddrüsen bilden vermehrt Parathormon. Dieses mobilisiert Calcium aus dem Knochen, um den Blutspiegel zu stabilisieren – auf Kosten der Knochensubstanz. Dieser Mechanismus ist kennzeichnend für den sekundären Hyperparathyreoidismus
Vitamin D unterstützt nicht nur die Calciumaufnahme und den Calciumeinbau in die Knochen, sondern verbessert im höheren Alter zusätzlich
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die Muskelkraft und
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die neuromuskuläre Koordination.
Dadurch sinken Standunsicherheit und Sturzrisiko – ein entscheidender Faktor, da Stürze im Alter sehr häufig sind und wesentlich zum Auftreten osteoporotischer Frakturen beitragen.
Mineralwasser – eine oft unterschätzte Calciumquelle
Viele Mineralwässer enthalten hohe Calcium- und häufig auch Magnesiumgehalte und sind damit eine wertvolle Ergänzung der täglichen Calciumversorgung. Gleichzeitig weisen einige Sorten einen niedrigen Natriumgehalt auf – ein zusätzlicher Vorteil.
Die 500/500- bzw. 1000/1000-Regel
Die einfachste Form der Nahrungsergänzung sind Kau- oder Brausetabletten mit Calcium und Vitamin D in kombinierter Dosierung:
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Vorsorge: ca. 500 mg Calcium + 500 I.E. Vitamin D täglich
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Osteopenie / Osteoporose: 1000 mg Calcium + 1000 I.E. Vitamin D täglich
Die Einnahme erfolgt je nach Bedarf 1–2-mal täglich – als Basistherapie oder in Kombination mit spezifischen Osteoporosemedikamenten. Nebenwirkungen sind in der Regel selten und vor allem bei eingeschränkter Nierenfunktion oder erhöhtem Calciumspiegel zu beachten.
Weitere Nährstoffe für die Knochengesundheit
Neben Calcium und Vitamin D beeinflussen auch weitere Vitamine und Mineralstoffe den Knochenstoffwechsel. Besonders relevant sind:
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Vitamin K (Phyllochinon) ist nicht nur für die Blutgerinnung wichtig, sondern auch für die Bildung von Osteocalcin – einem Knochenprotein, das Aufbau, Umbau und Reparatur des Knochens unterstützt. Studien zeigen, dass Vitamin K den Calciumverlust reduzieren kann.
Vitamin K findet sich vor allem in grünem Gemüse (z. B. Spinat, Rosenkohl, Kresse, Sauerkraut). Die übliche Dosierung liegt bei 200–300 µg täglich.
⚠️ Bei Einnahme von Gerinnungshemmern (z. B. Marcumar) nur nach ärztlicher Rücksprache verwenden. -
Vitamin B6 (Pyridoxin) unterstützt die Kollagenstruktur des Bindegewebes und den Abbau von Homocystein, das mit einem erhöhten Osteoporoserisiko in Verbindung gebracht wird.
Es kommt u. a. vor in Leber, Fisch, Bohnen, Kartoffeln, Vollkornprodukten, Avocado und Bananen. Der Tagesbedarf beträgt etwa 1–2 mg. -
Magnesium ist an vielen Stoffwechselprozessen im Knochen beteiligt und wird u. a. für die Aktivierung von Vitamin D und die Kristallbildung der Knochenstruktur benötigt. Ein Mangel kann den Knochenaufbau stören.
Magnesiumquellen sind Milchprodukte, Fisch, Gemüse, Obst, Nüsse und Vollkornprodukte. Der Bedarf liegt bei ca. 300–500 mg täglich. -
Mangan unterstützt die Knochenmineralisierung und die Bildung von Bindegewebe im Knorpel und Knochen.
Es ist reichlich enthalten in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Blattgemüse und Nüssen. Der Tagesbedarf beträgt etwa 2–5 mg. -
Bor kann den Calciumstoffwechsel und den Östrogenspiegel positiv beeinflussen und so den Knochenabbau reduzieren.
Hauptquellen sind Obst, Gemüse und Nüsse; empfohlen werden etwa 1–2 mg täglich. -
Zink spielt eine wichtige Rolle bei der Knochenbildung und unterstützt die Wirkung von Vitamin D.
Zink findet sich u. a. in Käse, Fisch, Meeresfrüchten, Vollkornprodukten, Kernen und Hülsenfrüchten. Der Bedarf liegt bei etwa 15 mg täglich (bei Schwangerschaft/Stillzeit höher).
Osteoporose – der Grundstein wird oft schon in der Kindheit gelegt
Die maximale Knochenmasse wird in Kindheit und Jugend aufgebaut. Wird in dieser Zeit zu wenig Calcium aufgenommen oder fehlt regelmäßige Bewegung, bleibt die Knochenmasse geringer – und das Osteoporoserisiko im Erwachsenenalter steigt.
Die Gipfelknochenmasse ist etwa mit 20–25 Jahren erreicht. Ist sie niedrig, kann schon ein kleiner späterer Knochenabbau dazu führen, dass die Knochen unter die Bruchschwelle fallen.
👉 Die beste Vorsorge beginnt früh:
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ausreichende Calciumzufuhr
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viel Bewegung und Sport
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weniger Sitzen & Bildschirmzeit
So werden die Knochen stabil – für ein gesundes Leben bis ins Alter.
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Wir unterstützen Sie in allen Fragen der Osteoporose-Prävention:
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moderne Diagnostik & Risikoanalyse
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langjährige Erfahrung mit tausenden Patienten und Patientinnen
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individuelle Vorsorge- und Therapieempfehlungen
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maßgeschneiderte Behandlung im Krankheitsfall
Termin zur Osteoporose-Vorsorge
Frühzeitige Vorsorge schützt Ihre Knochen und hilft, Brüche zu vermeiden.
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