Nicht medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten

Medikamente üben über einen direkten Einfluß auf den Knochenstoffwechsel aus, entweder über eine Verminderung der Aktivität der Osteoklasten (knochenabbauende Zellen) oder über eine Stimulierung der Aktivität der Osteoblasten (knochenaufbauende Zellen), oder aber sie reduzieren das Sturzrisiko über eine Wirkung auf die Muskulatur bzw. auf die Übertragung von Nervenimpulsen auf die Muskeln (Vitamin D und Vitamin-D-Metaboliten). Beide Wirkungen reduzieren letztlich das Knochenbruchrisiko, was ja das eigentliche Ziel jeglicher Osteoporosebehandlung ist. Daneben gibt es aber auch noch andere, nicht medikamentöse Möglichkeiten wie spezielle Trainingsmaßnahmen (Muskelaufbautraining, Koordinationstraining) oder den Hüftprotektor, eine Art mechanischer Knochenschutz, welche das gleiche Ziel auf andere Art und Weise zu erreichen versuchen.

 

Hüftprotektoren – wirksamer Schutz vor Oberschenkelhalsbrüchen

Ein Oberschenkelhalsbruch gehört zu den schwerwiegendsten Folgen einer Osteoporose. Besonders ältere Menschen mit erhöhtem Sturzrisiko können von einem Hüftprotektor erheblich profitieren.

Hüftprotektoren bestehen aus einer speziellen Unterwäsche mit seitlich über den Hüftgelenken eingearbeiteten Schutzelementen. Im Falle eines Sturzes nehmen diese einen Teil der Aufprallenergie auf und verteilen sie auf das umliegende Gewebe. Dadurch wird die Belastung des Oberschenkelhalses deutlich reduziert.

Mehrere Studien zeigen, dass sich bei konsequentem Tragen ein Teil der sturzbedingten Oberschenkelhalsbrüche vermeiden lässt – insbesondere bei Bewohnern von Pflegeeinrichtungen und Menschen mit hohem Sturzrisiko.

Entscheidend für den Schutz ist allerdings, dass der Hüftprotektor regelmäßig getragen wird. Da die meisten Stürze im häuslichen Umfeld passieren, sollte er nicht nur beim Spazierengehen oder Einkaufen, sondern möglichst den ganzen Tag getragen werden.

Moderne Hüftprotektoren sind leicht, unauffällig und bieten einen hohen Tragekomfort. Anfangs sind sie oft etwas ungewohnt, nach kurzer Eingewöhnung werden sie jedoch von vielen Betroffenen kaum noch wahrgenommen.

Unser Fazit: Für ältere Menschen mit Osteoporose und erhöhter Sturzgefahr gehören Hüftprotektoren zu den einfachsten und wirksamsten Maßnahmen, um das Risiko eines Oberschenkelhalsbruchs zu reduzieren.

 

 

 

Galileo®-Vibrationstraining zur Sturzprävention

 

 

 

 

 

 

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