Osteoporose-Bäuchlein: Was ist es und wie kann man es verhindern?

Das Osteoporose-Bäuchlein

Viele Patientinnen berichten, dass ihr Bauch im Laufe der Jahre größer geworden ist, obwohl sie nicht zugenommen haben. Dieses sogenannte „Osteoporose-Bäuchlein“ ist jedoch kein Fettbauch, sondern häufig eine Folge fortgeschrittener osteoporotischer Wirbelbrüche.

Wie entsteht das Osteoporose-Bäuchlein?

Bei osteoporotischen Wirbeleinbrüchen verlieren die Wirbelkörper an Höhe. Dadurch verkürzt sich der Rumpf und die Brustwirbelsäule krümmt sich zunehmend nach vorne (Rundrücken oder Kyphose).

Die Bauchorgane haben dadurch weniger Platz im Bauchraum und werden nach vorne verdrängt. Der Bauch wölbt sich sichtbar vor, obwohl sich die Fettmenge oft gar nicht verändert hat.

Das Osteoporose-Bäuchlein ist deshalb in erster Linie eine Folge der veränderten Körperstatik und nicht einer Gewichtszunahme.

Welche Folgen hat das?

Das Osteoporose-Bäuchlein geht häufig mit weiteren Beschwerden einher:

  • Rückenschmerzen
  • Rundrücken
  • Größenverlust
  • verminderte Beweglichkeit
  • Atemeinschränkung bei ausgeprägter Kyphose
  • Druckgefühl im Bauchraum

Je stärker die Wirbelkörper eingebrochen sind, desto ausgeprägter können diese Veränderungen sein.

Kann man das verhindern?

Der wichtigste Schutz besteht darin, Wirbelbrüche möglichst früh zu verhindern.

Dazu gehören:

  • frühzeitige Diagnose einer Osteoporose
  • ausreichende Calcium- und Vitamin-D-Versorgung
  • regelmäßige Bewegung und Muskeltraining
  • Behandlung einer erhöhten Knochenabbaurate
  • Sturzprophylaxe

Sind bereits Wirbelkörper eingebrochen, können gezielte Physiotherapie, Muskelaufbau und moderne Rückenorthesen wie Spinomed® helfen, die Körperhaltung zu verbessern und Beschwerden zu lindern.

Unser Fazit

Das sogenannte Osteoporose-Bäuchlein ist meist kein Zeichen von Übergewicht, sondern Ausdruck einer fortgeschrittenen Veränderung der Wirbelsäule. Deshalb sollte bei zunehmendem Größenverlust, Rundrücken oder neu auftretender Vorwölbung des Bauches immer auch an bisher unerkannte osteoporotische Wirbelbrüche gedacht werden.

 

 

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